„du pâturage“

Berger des Pyrénées aus der Zuchtstätte von Udo Kopernik

cbp-Züchter
Home

Aktuelles

Schnäppchenjagd

Man braucht den eigenen Briefkasten noch nicht einmal zu öffnen, um auf die super günstigen Angebote und auf all die Schnäppchen aufmerksam gemacht zu werden, die es zu ergattern gilt. Erst quillt er über, der Briefkasten, und später dann der Einkaufskorb. Die Flasche Wein für 1,99, das Glas griechische Oliven kostet noch nicht einmal einen Euro. Einmal davon abgesehen, dass man sich fragt, wie Griechenland so wieder auf die Beine kommen soll, ist dies auch Ausdruck unserer Wertschätzung gegenüber den Erzeugern. Die Produkte sind austauschbar. Wir Konsumenten können bei solchen Preisen die Fragen nach den Kosten für Verpackung, Transport und Rendite für den Anbieter ebenso ausblenden, wie die Kenntnis von durch Kinderarbeit hergestellten Klamotten oder der Chemie in Spielzeug aus China – klingt ähnlich und gehört ja irgendwie zusammen: China und Chemie. Es kann also nicht wirklich erstaunen, wenn dieses selbst bei Lebensmittel verinnerlichte Konsumverhalten auch in andere Lebensbereiche einzieht. Wer es gewohnt ist, sich bei Kaufentscheidungen vom Preis hypnotisieren zu lassen, kann nahe liegende Fragen nach dem Zustandekommen locker ausblenden. Da ist es nicht erstaunlich, dass der Handel mit Hundewelpen auch einen goldenen Boden findet. Bei Einkaufspreisen von 10-30 Euro, die in den Massenzuchtbetrieben in Ost- und Südosteuropa nicht unüblich sind, und den Angeboten hier zwischen 250 und 450 Euro, erzielt man mit dem Welpenhandel Gewinnspannen, von denen vermutlich selbst der sprichwörtliche Apotheker nur träumen kann. Auch wenn man sich eigentlich vorstellen kann, wie es hinter den Kulissen des Welpenhandels aussehen mag, hier kann man am Montag, 18. Juli 2011 hinsehen: Die Focus TV Reportage begleitete die Tierschützerin Birgitt Thiesmann von Vier Pfoten bei der Suche nach Rassehunden zum Schnäppchenpreis.

Eine Antwort hinterlassen

Zum Kommentieren muss man angemeldet sein