„du pâturage“

Berger des Pyrénées aus der Zuchtstätte von Udo Kopernik

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Archiv für die Kategorie ‘Würfe und Welpen’

Welpen fressen Zeit

Dienstag, 21. Juli 2009

fuss_drauf_090719Die Welpen fressen einem die Haare vom Kopf. Das wäre eine plausible Erklärung für den Verlust meiner Haarpracht. Denn tatsächlich genieße ich eine spezielle Form des Welpenbades, bei der niemand nass wird. Ich lege mich einfach bäuchlings auf den Boden und brauche gar nicht zu warten, was passiert. Die jungen Berger des Pyrénées nutzen schamlos die Überzahl aus und bei diesem Spiel ist der Verlust einiger Haupthaare nicht zu umgehen. Das schmerzt mehr als die Kosten für das Welpenfutter, zumal die Portionen noch ziemlich klein sind. Und wenn diese größer werden und die Futterkosten das Budget belasten, geben wir die Welpen ab. Aber bis dahin gehen noch ein paar Wochen ins Land und da fressen die Welpen vor allem eins: unsere Zeit. Fuß drauf.

Welpen fressen

Montag, 20. Juli 2009

futter_090720Das geht jungen Hunden nicht anders wie uns Menschen. Der Organismus braucht nicht nur Luft und Liebe. Da müssen auch Nährstoffe hinein. Und dafür sorgte bislang in vorbildlicher Weise die Mutter des Wurfes. Seit ein paar Tagen schon gibt es aber zusätzlich feste Nahrung. Fest allerdings nur in Relation zur Muttermilch. Denn das Welpenfutter wird noch eingeweicht und als Brei angeboten. Kam von Anfang gut an, auch wenn nicht immer alles dort ankommt, wo es hingehört. Es blieb anfangs auch etwas an den Pfoten oder auch hinter den Ohren hängen. Das geht inzwischen gesitteter. Und so haben wir den ersten Ausflug nach draußen auch für ein Picknick nutzen können, ohne uns für mangelhafte Tischmanieren beim Besuch – der das Foto beisteuerte – entschuldigen zu müssen.

Was kostet die Welt?

Montag, 13. Juli 2009

kathchen_090711Der Wirkungsradius der Welpen wird aufgrund der neu entdeckten Leistungsfähigkeit des eigenen Fahrgestells größer und der Ausbruch aus dem eigentlichen Wurflager steht unmittelbar bevor. Dabei entdecken sie sich selbst, ihre Geschwister – mit denen jetzt auch munter gespielt wird, und neue Aspekte der Mutter, die jetzt nicht nur Milchbar und Putzfrau ist sondern deren rauen Spiele nur für uns so aussehen mögen, denn von K-Punkt und den Kätchen (beziehen wir Kira der Einfachheit halber mit ein) werden die Auseinandersetzung mit den für sie riesigen Pranken und Fangzähnen geschätzt. Auch unsere Hände sind willkommene Gegner, an denen man sich „festbeißen“ kann. Das ist auch für uns noch lustig, weil der Durchbruch der ersten Zähne des Milchgebisses sich mehr erahnen als erfühlen lässt. Kurz: für uns hat eine interessante – weil die Entwicklungsfortschritte enorm sind – und unterhaltsame Phase begonnen. Nur mit den Bildern wird es jetzt schwierig. Es mangelt mir ein wenig am technischen Talent und vielleicht auch an der Ausrüstung. Denn mit Blitz entstehen wegen der reflektierenden Augen ziemlich gruselige Aufnahmen und ohne Blitz sieht man nix. Schön also, dass mit diesen Unzulänglichkeiten der erste Welpenbesuch am Wochenende nicht zu kämpfen hatte.

Kira

Montag, 06. Juli 2009

kira_090703Sie wachsen – die Welpen, und zwar nicht nur nach Größe und Gewicht. Auch das Nervensystem bildet sich langsam aus. Die Sinnesleistungen entwickeln sich und der Bewegungsapparat macht Fortschritte. Dabei lässt sich zur Zeit sehr gut veranschaulichen wie diese Entwicklung vom Kopf ausgehend nach hinten verläuft. Ihren Kopf können die Welpen bereits gut halten und auf die Vorderläufe richten sie sich schon auf, während die Hinterbeine meist nur nachgezogen werden oder sogar – wenn Hektik beim Wettlauf um die besten Zitzenplätze aufkommt – das Vorwärtskommen durch unkoordiniertes Strampeln behindern oder in einen Rückwärtsgang münden. Das wird sich aber bald ändern und so ist es an der Zeit Kira vorzustellen. Den Namen haben sich die künftigen Besitzer ausgesucht und für die Erfüllung dieses Wunsches sollte nach Möglichkeit ein entsprechender Filmcharakter gefunden werden. Und zu meiner Überraschung gibt es eine ganze Reihe von Vorlagen, dabei durchaus diskussions- und leider auch fragwürdige, wie z.B. Angel Wars. Eine Kira spielt aber auch eine Rolle in der mit etlichen Preisen ausgezeichneten englischen TV-Serie „This Life“ und wird von Luisa Bradshaw-White dargestellt. Eine deutsche Fassung der Geschichte um eine Gruppe junger Juristen in London gibt es m.W. nicht. Die gibt es aber von dem Film „Dark Crystal” (USA 1982), in dem Jim Henson, der Erfinder der Muppetshow, die Puppen tanzen lässt. In der Originalversion von „Der dunkle Kristall“ verleiht Kathrin Mullen (schon wieder ein K) Kira ihre Stimme. Kira ist ein kleines, elfenartiges Wesen und man braucht jetzt nicht mehr viel Fantasy um zu ahnen, auf welcher Seite von Gut und Böse sie steht – eine Name also wie maßgeschneidert für einen Berger des Pyrénées.

Der Pfiffikus unter den Hütehunden

Freitag, 03. Juli 2009

pfiffkus_090703Soll man gar nicht glauben, wenn man sich das Bild so anschaut. Das also soll der Pfiffikus unter den Hütehunden sein? Von den zahlreichen Eigenschaften, die der Rasse zugeschrieben werden, treffen auf die nun gut zwei Wochen alten Welpen noch keine so richtig zu. Die Augen haben sich inzwischen zwar geöffnet, aber die visuelle Wahrnehmung ist noch nicht ausgebildet, weil u.a. das Nervensystem noch nicht entwickelt ist und das Gehirn erst noch lernen muss, die Bilder zu erzeugen. Wie soll man also da ein Pfiffikus unter den Hütehunden sein, wie die Buchautorin Eva-Maria Krämer vor vielen Jahren in der inzwischen eingestellten Zeitschrift „Das Tier“ den Pyrenäen-Hütehund nannte. Auch die Beschreibung des FCI-Standards, der Berger des Pyrénées sei ein Hund, der bei einem Minimum an Größe und Gewicht ein Maximum an Lebhaftigkeit ausstrahle, können unsere Welpen noch nicht erfüllen. Zwar sind sie mit inzwischen knapp einem Kilogramm Körpergewicht nicht wirklich schwer. Und, auch wenn sie in die Hand genommen, vorne und hinten deutlich überhängen, lassen sie sich dennoch auf diese Weise bequem transportieren – sind also nicht wirklich groß. Aber setze ich Größe und Gewicht in Relation, habe ich auch schon die perfekte Erklärung, wieso das mit der Lebhaftigkeit nicht funktioniert kann. Bliebe also derzeit noch eine Chance. Eine Erklärung warum es neben dem Pyrenäen-Schäferhund auch noch den Pyrenäen-Berghund als Hirtenhund gibt. Bei einem „Betriebsausflug“ des Club Berger des Pyrénées in die Pyrenäen teilten wir das Hotel mit einer Seminargruppe von jungen Managern. Und bei einem Flurgespräch erläuterte einer der jungen Männer seinen Kollegen: Der Berghund bewache in der Dunkelheit die Herden weil – nachts schlafe der Labrit (Berger). Diese Eigenschaft beherrschen unsere Welpen noch nicht in Perfektion. Denn zum einem nehmen sie auch nachts gerne ein paar Züge Muttermilch und außerdem können sie das auch tagsüber ganz gut: schlafen.

So jung kommen wir nicht mehr zusammen

Montag, 29. Juni 2009

katchen2_090629Kunststück, wie sollte das auch gehen. Und bei jungen Hunden ist die Entwicklung ganz rasant. Die Zellteilung hat im Vergleich zum Menschen die Geschwindigkeit eines schnellen Brüters. Unsere Welpen haben inzwischen das Geburtsgewicht mehr als verdoppelt und ich bin froh, dass mir selbst so was innerhalb eines Zeitraumes von etwas mehr als einer Woche erspart bleibt. Heute stellen wir Katie Jordan vor – das zweite Käthchen. Sie wird in dem Film „An deiner Seite“ (orig. The Story of Us, USA 1999) dargestellt von Michelle Pfeiffer, einer Schauspielerin für die ein deutscher Kritiker einst derart schwärmte, dass er annahm, für alle anderen Frauen dieser Welt verloren zu sein. Da solche fundamentalen Behauptungen Widersprüche herauf beschwören und der Journalist für ein Leben im Kloster offenbar nicht geeignet war, ist er inzwischen mit einer anderen verheiratet. Vielleicht hatte er aber vorher auch noch nicht „An deiner Seite“ gesehen, der nicht unbedingt zu den Sternstunden von Michelle Pfeiffer und deren Filmpartner Bruce Willis zählen, weil es ihnen nicht immer überzeugend gelingt, die Spannung zwischen zwei Menschen darzustellen, die nach fünfzehn Ehejahren in eine tiefe Beziehungskrise geraten und nach einem Ausweg suchen. Da es für einen Berger des Pyrénées aber nicht so dramatisch ist, wenn er nach so langer Zeit in eine Krise geraten würde, ist Katie auch kein schlechter Name.

Der Berger wird manchmal unterschätzt

Samstag, 27. Juni 2009

katchen1_090626Endlich ist ein Mädchen an der Reihe. Beginnen wir den Reigen mit einem „Kätchen“. Dabei steht noch gar nicht fest, ob auf dem Bild tatsächlich Katharine Parker abgebildet ist, denn mit der Zuordnung der weiblichen Namen zu den einzelnen Berger-Damen können wir uns noch etwas Zeit lassen. Fest steht aber: Katharine Parker spielt eine Rolle. Aktuell hier in Büllesfeld und in dem amerikanischen Spielfilm „Die Waffen der Frauen“ (orig. Working Girl) aus dem Jahr 1988. Es ist die Figur einer etwas selbstverliebten Finanzmaklerin, die gerne die Ideen der Mitarbeiter klaut und von Sigourney Weaver so überzeugend dargestellt wurde, dass sie für einen Oskar nominiert wurde.
Unser mögliches Käthchen auf dem Bild sieht auch nur auf den ersten Blick harmlos aus, wie sie da auf meinem Brustkorb ruht. Im nächsten Augenblick geht es ohne Rücksicht auf Kameralinsen los in Richtung Bart … Der Berger des Pyrénées wird eben manchmal unterschätzt.

Monsieur-Dame

Freitag, 26. Juni 2009

kpunkt2_090624So ist das im Hundewesen. Die Herren immer vorneweg. Das geht nach der Geburt schon los. Bei den Wurfmeldungen der Züchter an die Zuchtbuchstellen stehen die Rüden für die Tore der Heimmannschaft. Eine Wurfmeldung mit 1/3 Welpen bedeutet also nicht etwa, dass der 1. FC Köln zu Hause verloren hat; es ist auch nicht zu fürchten, dass nur ein Drittel Welpe geboren wurde oder vielleicht die Geburt des ersten Welpen noch nicht vollständig abgeschlossen ist. Der Wurf besteht in diesem Beispiel aus einem Rüden und drei Hündinnen. Nichts also mit einem höflichen „Meine sehr verehrten Damen und Herren!“ Es geht also eher zu wie in der Pariser Metro, wo es häufig geschieht, dass unmittelbar nach dem Schließen der Türen, jemand aufspringt, sein bemitleidenswertes Schicksal beklagt und den kurzen Abriss seines Lebens mit einem „Monsieur-Dame!” einleitet bevor er mit dem Hut rumgeht. Unser K Punkt springt weder auf noch hält er große Reden. Aber er ist auch tatsächlich als erster auf die Welt gekommen. Und wenn er auf dem Foto von Mittwoch noch seine weiße Pfote etwas genant zu verbergen suchte, kann man hier sehen, dass er tüchtig in den Mehltopf gelangt hat. Durchaus rassetypisch, denn Bescheidenheit zählt nicht unbedingt zu den Tugenden eines Berger des Pyrénées.

K Punkt

Mittwoch, 24. Juni 2009
K Punkt

K Punkt

Ein Kopernik to run ist also nicht dabei. Wir hätten den Burschen im Wurf aber auch Kummer nennen können. So hieß Familie Berry’s Hund in John Irvings Roman „Hotel New Hampshire“, der 1984 verfilmt wurde. Und da sind wir beim Thema.

Bei der Namensgebung unserer Welpen versuchen wir auf Filmcharaktere zu verweisen. Dies gelingt nicht immer und auch nicht in jedem Wurf durchgängig. Im K-Wurf aber schon. „K Punkt“ heißt der Rüde. Der Punkt ist wichtig, auch wenn man ihn üblicherweise nicht mitsprechen würde.

Farouk als junger Hund

Farouk als junger Hund

Aber in Kafkas Romanfragment „Das Schloss“ sieht und „liest“ man den Punkt mit. Da das Buch mehrfach verfilmt wurde, zuletzt 1997 mit Ulrich Mühe als K., kam dieser Name in die nähere Auswahl und setzte sich gegenüber den Alternativen durch.

K Punkt trägt übrigens das Markenzeichen seines Vaters: echt weiße Pfoten – aber keine Spur vom bösen Wolf.

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K wie Kopernik?

Samstag, 20. Juni 2009

k2_090619Es ist schwierig die fünf kleinen Büllesfelder gemeinsam vollständig aufs Bild zu bekommen. Ist die Mutter dabei, hat man als Fotograf sowieso keine Chance. Dann schaut unter dem Fell der Mutter hier eine kleine Schwanzspitze und dort vielleicht ein Köpfchen hervor. Beim besten Willen wird man nicht einmal erahnen können, dass noch alle da sind. Also versuche ich die kurzen Zeiten von Polies Abwesenheit zu nutzen – auch Mütter müssen mal müssen. Und wenn ich dann anschließend die Bildausbeute in Ruhe betrachte, stelle ich fest, dass ich nicht unbedingt ein begnadeter Fotograf bin. Aber immerhin – hier ist von jedem Welpen zumindest ein Teil zu sein. Da liegen sie also, die Ks. Und sie haben auch schon ihre Namen.
kopernik_torunEinen könnte man vielleicht Kaffee Togo nennen. Aber den gibt es an fast jeder Straßenecke. Wobei ich die Bezeichnung für Schwindel halte, denn soviel wie in den Innenstädten davon in Plastikbecher gefüllt wird, kann in dem relativ kleinen westafrikanischen Land gar nicht angebaut werden. Kaffee scheidet also aus. Könnten wir also die Anregung von Claudia Zenner aufgreifen, die sich auf der Clubschau vor zwei Wochen die Frage stellte, was der Aufdruck auf den T-Shirts, die Renate und ich trugen, bedeuten könnte: Kopernik to run? Nomen est omen: für einen wieselflinken Berger des Pyrénées gar nicht so schlecht.