„du pâturage“

Berger des Pyrénées aus der Zuchtstätte von Udo Kopernik

cbp-Züchter
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Archiv für den Monat März 2010

Transferleistungen

Montag, 22. März 2010

2010_03_transferJetzt hilft Klein-Käthchen im Büro. Wenn ich mit den Hunden von unserer großen Runde zurück bin, kommen diese mit in unser Büro. Hier sind die Rollen und die Plätze klar verteilt. Emma nimmt zielstrebig den Platz unter meinem Schreibtisch ein, duldet dort keine Form der Störung und gibt sich bald ihren Träumen hin. Polie hat die Vorteile der Unterbringung in Kätchens Box entdeckt. Beide passen dort zusammen nicht mehr hinein. So hat Polie drin, Käthchen draußen zur Folge und das ergibt in Polies mathematischer Welt: Ruhe vor dem Balg. So fügt sich das Käthchen in ihr Schicksal und legt sich irgendwo hin. Für einen Stammplatz hat sie sich noch nicht entscheiden können. Ist auch nicht wichtig, denn lange hält sie es nicht auf dem Platz. So beschäftigt sie sich meist nach kurzer Ruhephase allein mit ihrem Spielzeug. Auch das nur kurz. Dann zeigt sie ihr Stofflamm ihrer Mutter, die sich die Augen fest zukneifend schlafend stellt. Und dann mir. An Emma traut sie sich nicht ran. Ich arbeite mit starren Blick in den Monitor weiter. Dann bringt sie ihr nächstes Spielzeug. Ich starre. Und seit ein paar Tagen hat sie den Papierkorb unserer Mitarbeiterin entdeckt. Die – also die Mitarbeiterin – zerfetzt jedes Stück Papier, bevor es weggeworfen wird, während ich Blätter in ihrer ursprünglichen Form entsorge (wie oft wirft man etwas weg, was sich wenig später als wichtige Unterlage erweist). Die kleinen Schnipsel hat Klein-Käthchen jetzt als Druckmittel entdeckt. Sie sucht sich ein für sie beeindruckendes Exemplar heraus, bringt es zu mir und präsentiert es mit dem Stolz des erfolgreichen Jägers. Es hat ein paar Tage gedauert, bis mir das Foto gelang. Wenn Beweismittel erstellt werden sollen, verwandelt sich Käthchen in ein Unschuldslamm. Und weil ich ja nun auch nicht anders kann, als innerlich zu schmunzeln, transportiert sie eifrig Papierfetzen durchs Büro, die sie mir artig übergibt und die dann in meiner Tonne landen. Wenn ich also in einem Telefongespräch einen etwas unkonzentrierten oder verstreuten Eindruck hinterlasse, können Sie sich ausmalen, was im Hintergrund bei mir abläuft.

Ablenkungsmanöver

Dienstag, 16. März 2010

2010_03_aufarbeitKlein-Käthchen ist inzwischen groß geworden. Man muss da wirklich präzise formulieren. Denn Sie ist noch keineswegs erwachsen, auch wenn sie im Alter von neun Monaten vielleicht schon ausgewachsen sein sollte. Sie sähe zwar schon groß aus, sei aber noch ganz jung, entschuldigt unsere Nachbarin kleinere Ungezogenheiten des Käthchens. Aber auch Jugend schließt Cleverness nicht aus. So hat sie inzwischen ganz unterschiedliche Strategien entwickelt, ihren Kopf durchzusetzen. Bei ihrer Mutter wendet sie in erster Linie eine Form der Penetranz an, die für mich bis an den Rand der Unerträglichkeit reichen und mir großen Respekt gegenüber der Belastbarkeit der Mutterhündin abverlangen. Mich treibt schon das bloße Zusehen an den Rand des Nervenzusammenbruchs und würde Klein-Käthchen mit mir nur annähernd vergleichbar umgehen, ließe ich mich am Ende vielleicht zu tierschutzrelevanten Handlungen hinreißen. Davor weiß sie aber sich und mich zu bewahren und wendet ganz andere, subtilere Methoden an, ihre Wünsche und Bedürfnisse durchzusetzen. Dazu später mehr.

Vom Winde …

Mittwoch, 03. März 2010

2010_03_jacintoWährend Klein-Käthchen sich bislang vergeblich bemüht erwachsen zu werden – ironische Zungen im Hause behaupten, dass sie sich erfolgreich dagegen sträubt – versucht sich ihr Halbbruder Jacinto in verschiedenen Filmrollen. So könnte er in diesem Bilderrätsel zum Beispiel „Vom Winde verweht“ darstellen oder den legendären Auftritt von Marilyn Monroe auf dem U-Bahnschacht in „Das verflixte siebte Jahr“ (The Seven Year Itch) nachahmen.