„du pâturage“

Berger des Pyrénées aus der Zuchtstätte von Udo Kopernik

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Staunt Käthchen?

2009_1023_Kaethchen_stauntFür den Morgenspaziergang mit einem jungen Hund sollte man grundsätzlich Urlaub haben. Denn der Vierbeiner geht ein paar Schritte, entdeckt irgend etwas völlig unspektakuläres, setzt sich hin und staunt. Der VW-Bus der Kurverwaltung gehörte zu den Dingen, an denen Klein Käthchen drei mal geschäftig vorbeilief, um dann beim vierten Mal wie vom Donner gerührt davor sitzen zu bleiben und sich auch nicht mehr so schnell losreißen ließ. Dann war er ihr wieder ein oder zwei Tage völlig schnuppe, um dann am darauf folgenden Tag die bunte Lackierung zu bewundern. Standardstaunen gab es hingegen an den für Hunden üblichen Landmarken und auf dem Weg vom Hotel weg. Wenn die Morgentoilette erledigt war, folgte sie mir artig, um alle 10 bis 20 Meter sitzen zu bleiben, sich umzudrehen und die Straße zu beobachten. Ich erklärte ihr zwar glaubhaft, dass gar keine Chance bestünde, dass da noch jemand aus dem Bett käme und uns folgen würde. Sie ließ sich aber nicht von ihrem Tun abbringen. Erst wenn ich mich entschieden hatte, dass die Runde zur Hälfte gegangen sei und den Weg zurück zum Hotel antrat, war es mit dem Staunen vorbei. Jetzt übernahm Klein Käthchen die Führung und benötigte manche Ermahnung, Sitzübungen und Kehrtwendungen, um zu lernen, dass sie kein Schlittenhund sondern ein Berger des Pyrénées ist. Da ich an jeden Morgen andere Wege ging, konnte sie sich aber nur im direkten Umfeld des Hotels einen eigenen Stadtplan erstaunen. Trotzdem entwickelte sie ein sicheres Gespür dafür, wann es zurückging. Und da staunte ich dann nicht schlecht.

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