„du pâturage“

Berger des Pyrénées aus der Zuchtstätte von Udo Kopernik

cbp-Züchter
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Archiv für den Monat September 2009

Klein Käthchen staunt

Dienstag, 29. September 2009

2009_0928_kaethchenDie lange Sendepause auf unserer Website hat auch wieder mit Entschleunigung zu tun. Jetzt war sie besonders gründlich und umfassend. Denn klein Käthchen ist zum Urlaub an die Ostsee gefahren und hat uns freundlicher Weise mitgenommen. So ungefähr muss man sich die Ferien vorstellen, wenn man diese mit einem knapp drei Monate alten Berger des Pyrénées verbringt. Denn natürlich dreht sich alles um den jungen Hund. Und das macht in dieser intensiven Form allen besonders viel Spaß. Man hat Zeit und Muße sich dem Rhythmus des Weltentdeckers anzupassen und kann ganz entspannt dabei zuschauen, wenn: Käthchen staunt.

Entschleunigen

Dienstag, 08. September 2009

Käthchen_090908Kätchens Entschleunigung zeigt auch durchaus nach außen Wirkung und bezieht ihre Umwelt mit ein. Ursachen sind die ganz profanen Dinge im Alltag eines jungen Pyrenäen-Hütehundes und deren Wirkung auf uns. So muss klein Käthchen des öfteren müssen; für sie selbst nichts, worum man besonderes Aufhebens machen sollte. Sie hockt sich hin und los. Ich sehe das anders. Mir ist es wichtig, an welchem Ort klein Käthchen müssen muss. So werden also besondere Unruhephasen des jungen Berger genutzt, einen spontanen und entschlossenen Gang vor die Tür zu starten. Für Raucher eine ideale Gelegenheit und ein Vorwand, eine entsprechende Pause einzulegen. Ich rauche nicht und so kann ich mich dann ganz auf klein Käthchen konzentrieren, wie sie die Blätter in unserer Einfahrt gründlich untersucht, Schnecken umsetzt, auf der angrenzenden Wiese nach Rindern Ausschau hält, dabei Kontakt mit ihr bekannten Grashalmen pflegt und neue kennenlernt. Inzwischen entschleunige ich selbst, simmeliere ein wenig, ohne dabei das Käthchen aus den Augen zu lassen – denn, sollte sie dann endlich müssen, mache ich natürlich darum viel Aufhebens …

Käthchen entschleunigt

Montag, 07. September 2009

Kaethchen_emk_090907Die Futterrationen, die unser inzwischen fast 12 Wochen altes Käthchen erhält, sind zwar proportinal zum Wachstum des kleinen Hundes größer geworden, wirken jedoch als Portion im Napf immer noch Mitleid erregend klein. Käthchen selbst findet die Rationen entweder üppig oder als zu klein. Wird sie zwei Mal am Tag allein gefüttert, scheint der gefüllte Napf nur mäßig attraktiv zu sein. Zwar freut sie sich artig, wenn das Futter hineingefüllt wird; mümmelt dann auch etwas vor sich hin aber dann gibt es eine Menge Dinge, die eine höhere Priorität genießen: Käthchen entschleunigt. Anders sieht es hingegen abends aus. Dann steht das gemeinsame Abendessen mit ihrer Mutter an, dem schwarzen Loch allem Essbaren. Das ist unser Joker und klein Käthchen weiß was die Sekunde geschlagen hat und der Wappenspruch ihrer Mutter Polie (Zarzuela vom Wunderhorn) zeigt auch bei der jungen Berger des Pyrénées Hündin Wirkung: Selbst fressen macht fett.

Dunja Hayalis Hund im heute journal

Dienstag, 01. September 2009

In der Sendung vom 27. August 2009 bezog sich Markus Lanz auf einen Auftritt von Dunja Hayalsi Hund Emma im heute journal des zdf, der allerdings schon mehr als ein Jahr zurück liegt. In der Februar-Ausgabe der HundeWelt war ich mit einer Kolumne auf den viel beachteten Auftritt eingegangen:

Die kleinen Dinge
Wer hätte das gedacht? Da schlägt eine Katze hohe Wellen bei Hundefreunden und sorgt für Aufregung. Bei Hunden selbst, kann man das erwarten. Zumindest wenn man dem gängigen Vorurteil folgt, Hunde und Katzen könnten einander nicht ausstehen. Es gibt Menschen, die haben Hund und Katze unter einem Dach. Die sehen das anders. Ich selbst neige auf Grund eigener Erfahrung eher zu einer differenzierten Sicht in dieser Angelegenheit. Besuche ich in Begleitung meiner beiden Hunde die Nachbarn in deren Hof auf einen Schwatz und deren beiden Katzen lümmeln gerade dort ein wenig herum, geschieht zwischen den Tieren wenig. Man beobachtet einander aus dem Augenwinkel – sonst nichts. Bei einer Begegnung außerhalb des Nachbargrundstücks oder erst recht in unserem Garten entwickelt sich die Angelegenheit völlig anders und das in sehr atemberaubender Geschwindigkeit. Da setzen meine beiden rigoros ihre Weltanschauung und Ordnung der Dinge durch. Dazu scheint zu gehören, dass Katzen auf Bäumen leben – oder zumindest gehören. So werden sie dann dahin getrieben, was weder den Katzen gefällt noch die Zustimmung der Vögel, die zuvor dort saßen, findet. Eine Menge Aufruhr, bei der ich mich jedes Mal frage, ob es das alles wert sei. Außer einer Menge Krach geschieht aber nie etwas Ernstes; niemand kommt zu Schaden. Kürzlich bildeten nun zwei Katzen den Hintergrund für ein als besonders tierfreundlich eingeschätztes Urteil des Bundesgerichtshofes. Geklagt hatte ein Mieter, der zwei Katzen halten wollte, obwohl eine Klausel seines Mietvertrages, die Tierhaltung generell untersagte und nur Zierfische und Ziervögel zuließ. Das ging den Richtern zu weit, weil sie auch die Haltung von „unproblematischen“ Tieren wie Hamstern  oder Schildkröten, die in Käfigen gehalten werden, unmöglich mache. Und obwohl die Richter in ihrem Urteil offen ließen, ob die Haltung größerer Haustiere – also Katzen und Hunde – zum vertragsgemäßem Gebrauch einer Mietwohnung gehören, löste dieses Urteil einen richtigen Medienrummel aus. Die großen Nachrichtenmagazine griffen das Thema ebenso auf wie die Fernsehsender in ihren Nachrichtensendungen. Am erstaunlichsten war für mich die Kommentierung im ZDF-heute journal. Zum Abschluss der Sendung hatte vor der Sprecherin Dunja Hayali  ihr Retriever Emma auf dem Moderatorentisch Platz genommen. Und während dieser groß im Bild war, bekannte Claus Kleber: „Es sind halt manchmal die kleinen Dinge, die am längsten nachwirken – wir berichten ja grundsätzlich nie über was Unwichtiges – aber wir beide haben gerade festgestellt, Dunjas Meldung, dass der Bundesgerichtshof die Haltung von Tieren im Haus seit heute großzügiger beurteilt als bisher, hat unser Leben am stärksten verändert.“ Worauf die Hundebesitzerin ergänzte: „Und verschönert.“ Damit wurde sehr treffend zum Ausdruck gebracht, was sicher viele Hundebesitzer bei bekannt werden der Meldung empfunden haben. Vielleicht ein Grund dafür, dass der Besuch des Hundes im Studio selbst zur Nachricht wurde und am nächsten Tag zu weiteren Berichten, Meldungen und Kommentierungen führt – dabei durchaus auch etlichen kritischen. Themen über Hunde sprechen meistens auch eine emotionale Seite an. Das ist auch gar nicht weiter schlimm. In Fall der Gerichtsentscheidung sollte man aber einen kühlen Kopf bewahren. Denn die Haltung von Hunden in Mietwohnungen wird jetzt nicht automatisch erleichtert; aber im Einzelfall müsse eine umfassende Abwägung der Interessen von Mieter und Vermieter erfolgen, so die Richter. Das ist aber schon eine bessere Ausgangslage – auch für Hundehalter – als vor dem Urteil. Kein Grund zum Ärger also. Ich habe mich über Emmas Besuch im Studio gefreut und stimme Claus Kleber gerne zu. Manchmal sind es die kleinen Dinge, die nachwirken. Ich fürchte nur, Nachbars Katzen werden davon in unserem Garten nicht profitieren.
Die kleinen Dinge
Wer hätte das gedacht? Da schlägt eine Katze hohe Wellen bei Hundefreunden und sorgt für Aufregung. Bei Hunden selbst, kann man das erwarten. Zumindest wenn man dem gängigen Vorurteil folgt, Hunde und Katzen könnten einander nicht ausstehen. Es gibt Menschen, die haben Hund und Katze unter einem Dach. Die sehen das anders. Ich selbst neige auf Grund eigener Erfahrung eher zu einer differenzierten Sicht in dieser Angelegenheit. Besuche ich in Begleitung meiner beiden Hunde die Nachbarn in deren Hof auf einen Schwatz und deren beiden Katzen lümmeln gerade dort ein wenig herum, geschieht zwischen den Tieren wenig. Man beobachtet einander aus dem Augenwinkel – sonst nichts. (mehr …)