„du pâturage“

Berger des Pyrénées aus der Zuchtstätte von Udo Kopernik

cbp-Züchter
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Archiv für den Monat Juli 2009

Analog und ganz real

Montag, 27. Juli 2009

auf_sie_090726Es wäre schön, jeden Tag – oder noch besser: morgens, mittags, abends – an dieser Stelle etwas neues über die Entwicklung von K-Punkt und den drei Käthchen (Kira hat übergangsweise auch diesen Arbeitsnamen erhalten) zu berichten. Anlässe und Beobachtungen gäbe es zweifellos genug. Denn man muss gar nicht so genau hinschauen, um jeden Tag Veränderungen zu beobachten. So war bis gestern, die Welt jenseits der Terrasse – aus welchen Gründen auch immer – tabu. Vielleicht, weil die Welt ja doch eine Scheibe ist und dann muss irgendwo der Abgrund sein und der eigene Absturz drohen. Jetzt wurde die neue Welt vorsichtig erkundet. Trägt der Boden? Was ist ist hinter dem Busch? Und vor lauter Begeisterung über die eigene Tollkühnheit hat man erst einmal darauf gepisst, auf die neue Welt und anschließend gemeinsam die Mutter erlegt. In den letzten Tagen ist noch viel mehr passiert in der analogen und realen Welt unserer kleinen Berger des Pyrénées und deshalb muss sich die digitale und virtuelle gedulden: keine Zeit …

Wochenend‘ und Sonnenschein

Dienstag, 21. Juli 2009

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Welpen fressen Zeit

Dienstag, 21. Juli 2009

fuss_drauf_090719Die Welpen fressen einem die Haare vom Kopf. Das wäre eine plausible Erklärung für den Verlust meiner Haarpracht. Denn tatsächlich genieße ich eine spezielle Form des Welpenbades, bei der niemand nass wird. Ich lege mich einfach bäuchlings auf den Boden und brauche gar nicht zu warten, was passiert. Die jungen Berger des Pyrénées nutzen schamlos die Überzahl aus und bei diesem Spiel ist der Verlust einiger Haupthaare nicht zu umgehen. Das schmerzt mehr als die Kosten für das Welpenfutter, zumal die Portionen noch ziemlich klein sind. Und wenn diese größer werden und die Futterkosten das Budget belasten, geben wir die Welpen ab. Aber bis dahin gehen noch ein paar Wochen ins Land und da fressen die Welpen vor allem eins: unsere Zeit. Fuß drauf.

Welpen fressen

Montag, 20. Juli 2009

futter_090720Das geht jungen Hunden nicht anders wie uns Menschen. Der Organismus braucht nicht nur Luft und Liebe. Da müssen auch Nährstoffe hinein. Und dafür sorgte bislang in vorbildlicher Weise die Mutter des Wurfes. Seit ein paar Tagen schon gibt es aber zusätzlich feste Nahrung. Fest allerdings nur in Relation zur Muttermilch. Denn das Welpenfutter wird noch eingeweicht und als Brei angeboten. Kam von Anfang gut an, auch wenn nicht immer alles dort ankommt, wo es hingehört. Es blieb anfangs auch etwas an den Pfoten oder auch hinter den Ohren hängen. Das geht inzwischen gesitteter. Und so haben wir den ersten Ausflug nach draußen auch für ein Picknick nutzen können, ohne uns für mangelhafte Tischmanieren beim Besuch – der das Foto beisteuerte – entschuldigen zu müssen.

Was kostet die Welt?

Montag, 13. Juli 2009

kathchen_090711Der Wirkungsradius der Welpen wird aufgrund der neu entdeckten Leistungsfähigkeit des eigenen Fahrgestells größer und der Ausbruch aus dem eigentlichen Wurflager steht unmittelbar bevor. Dabei entdecken sie sich selbst, ihre Geschwister – mit denen jetzt auch munter gespielt wird, und neue Aspekte der Mutter, die jetzt nicht nur Milchbar und Putzfrau ist sondern deren rauen Spiele nur für uns so aussehen mögen, denn von K-Punkt und den Kätchen (beziehen wir Kira der Einfachheit halber mit ein) werden die Auseinandersetzung mit den für sie riesigen Pranken und Fangzähnen geschätzt. Auch unsere Hände sind willkommene Gegner, an denen man sich „festbeißen“ kann. Das ist auch für uns noch lustig, weil der Durchbruch der ersten Zähne des Milchgebisses sich mehr erahnen als erfühlen lässt. Kurz: für uns hat eine interessante – weil die Entwicklungsfortschritte enorm sind – und unterhaltsame Phase begonnen. Nur mit den Bildern wird es jetzt schwierig. Es mangelt mir ein wenig am technischen Talent und vielleicht auch an der Ausrüstung. Denn mit Blitz entstehen wegen der reflektierenden Augen ziemlich gruselige Aufnahmen und ohne Blitz sieht man nix. Schön also, dass mit diesen Unzulänglichkeiten der erste Welpenbesuch am Wochenende nicht zu kämpfen hatte.

Kira

Montag, 06. Juli 2009

kira_090703Sie wachsen – die Welpen, und zwar nicht nur nach Größe und Gewicht. Auch das Nervensystem bildet sich langsam aus. Die Sinnesleistungen entwickeln sich und der Bewegungsapparat macht Fortschritte. Dabei lässt sich zur Zeit sehr gut veranschaulichen wie diese Entwicklung vom Kopf ausgehend nach hinten verläuft. Ihren Kopf können die Welpen bereits gut halten und auf die Vorderläufe richten sie sich schon auf, während die Hinterbeine meist nur nachgezogen werden oder sogar – wenn Hektik beim Wettlauf um die besten Zitzenplätze aufkommt – das Vorwärtskommen durch unkoordiniertes Strampeln behindern oder in einen Rückwärtsgang münden. Das wird sich aber bald ändern und so ist es an der Zeit Kira vorzustellen. Den Namen haben sich die künftigen Besitzer ausgesucht und für die Erfüllung dieses Wunsches sollte nach Möglichkeit ein entsprechender Filmcharakter gefunden werden. Und zu meiner Überraschung gibt es eine ganze Reihe von Vorlagen, dabei durchaus diskussions- und leider auch fragwürdige, wie z.B. Angel Wars. Eine Kira spielt aber auch eine Rolle in der mit etlichen Preisen ausgezeichneten englischen TV-Serie „This Life“ und wird von Luisa Bradshaw-White dargestellt. Eine deutsche Fassung der Geschichte um eine Gruppe junger Juristen in London gibt es m.W. nicht. Die gibt es aber von dem Film „Dark Crystal“ (USA 1982), in dem Jim Henson, der Erfinder der Muppetshow, die Puppen tanzen lässt. In der Originalversion von „Der dunkle Kristall“ verleiht Kathrin Mullen (schon wieder ein K) Kira ihre Stimme. Kira ist ein kleines, elfenartiges Wesen und man braucht jetzt nicht mehr viel Fantasy um zu ahnen, auf welcher Seite von Gut und Böse sie steht – eine Name also wie maßgeschneidert für einen Berger des Pyrénées.

Der Pfiffikus unter den Hütehunden

Freitag, 03. Juli 2009

pfiffkus_090703Soll man gar nicht glauben, wenn man sich das Bild so anschaut. Das also soll der Pfiffikus unter den Hütehunden sein? Von den zahlreichen Eigenschaften, die der Rasse zugeschrieben werden, treffen auf die nun gut zwei Wochen alten Welpen noch keine so richtig zu. Die Augen haben sich inzwischen zwar geöffnet, aber die visuelle Wahrnehmung ist noch nicht ausgebildet, weil u.a. das Nervensystem noch nicht entwickelt ist und das Gehirn erst noch lernen muss, die Bilder zu erzeugen. Wie soll man also da ein Pfiffikus unter den Hütehunden sein, wie die Buchautorin Eva-Maria Krämer vor vielen Jahren in der inzwischen eingestellten Zeitschrift „Das Tier“ den Pyrenäen-Hütehund nannte. Auch die Beschreibung des FCI-Standards, der Berger des Pyrénées sei ein Hund, der bei einem Minimum an Größe und Gewicht ein Maximum an Lebhaftigkeit ausstrahle, können unsere Welpen noch nicht erfüllen. Zwar sind sie mit inzwischen knapp einem Kilogramm Körpergewicht nicht wirklich schwer. Und, auch wenn sie in die Hand genommen, vorne und hinten deutlich überhängen, lassen sie sich dennoch auf diese Weise bequem transportieren – sind also nicht wirklich groß. Aber setze ich Größe und Gewicht in Relation, habe ich auch schon die perfekte Erklärung, wieso das mit der Lebhaftigkeit nicht funktioniert kann. Bliebe also derzeit noch eine Chance. Eine Erklärung warum es neben dem Pyrenäen-Schäferhund auch noch den Pyrenäen-Berghund als Hirtenhund gibt. Bei einem „Betriebsausflug“ des Club Berger des Pyrénées in die Pyrenäen teilten wir das Hotel mit einer Seminargruppe von jungen Managern. Und bei einem Flurgespräch erläuterte einer der jungen Männer seinen Kollegen: Der Berghund bewache in der Dunkelheit die Herden weil – nachts schlafe der Labrit (Berger). Diese Eigenschaft beherrschen unsere Welpen noch nicht in Perfektion. Denn zum einem nehmen sie auch nachts gerne ein paar Züge Muttermilch und außerdem können sie das auch tagsüber ganz gut: schlafen.