„du pâturage“

Berger des Pyrénées aus der Zuchtstätte von Udo Kopernik

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Archiv für den Monat Juni 2009

So jung kommen wir nicht mehr zusammen

Montag, 29. Juni 2009

katchen2_090629Kunststück, wie sollte das auch gehen. Und bei jungen Hunden ist die Entwicklung ganz rasant. Die Zellteilung hat im Vergleich zum Menschen die Geschwindigkeit eines schnellen Brüters. Unsere Welpen haben inzwischen das Geburtsgewicht mehr als verdoppelt und ich bin froh, dass mir selbst so was innerhalb eines Zeitraumes von etwas mehr als einer Woche erspart bleibt. Heute stellen wir Katie Jordan vor – das zweite Käthchen. Sie wird in dem Film „An deiner Seite“ (orig. The Story of Us, USA 1999) dargestellt von Michelle Pfeiffer, einer Schauspielerin für die ein deutscher Kritiker einst derart schwärmte, dass er annahm, für alle anderen Frauen dieser Welt verloren zu sein. Da solche fundamentalen Behauptungen Widersprüche herauf beschwören und der Journalist für ein Leben im Kloster offenbar nicht geeignet war, ist er inzwischen mit einer anderen verheiratet. Vielleicht hatte er aber vorher auch noch nicht „An deiner Seite“ gesehen, der nicht unbedingt zu den Sternstunden von Michelle Pfeiffer und deren Filmpartner Bruce Willis zählen, weil es ihnen nicht immer überzeugend gelingt, die Spannung zwischen zwei Menschen darzustellen, die nach fünfzehn Ehejahren in eine tiefe Beziehungskrise geraten und nach einem Ausweg suchen. Da es für einen Berger des Pyrénées aber nicht so dramatisch ist, wenn er nach so langer Zeit in eine Krise geraten würde, ist Katie auch kein schlechter Name.

Der Berger wird manchmal unterschätzt

Samstag, 27. Juni 2009

katchen1_090626Endlich ist ein Mädchen an der Reihe. Beginnen wir den Reigen mit einem „Kätchen“. Dabei steht noch gar nicht fest, ob auf dem Bild tatsächlich Katharine Parker abgebildet ist, denn mit der Zuordnung der weiblichen Namen zu den einzelnen Berger-Damen können wir uns noch etwas Zeit lassen. Fest steht aber: Katharine Parker spielt eine Rolle. Aktuell hier in Büllesfeld und in dem amerikanischen Spielfilm „Die Waffen der Frauen“ (orig. Working Girl) aus dem Jahr 1988. Es ist die Figur einer etwas selbstverliebten Finanzmaklerin, die gerne die Ideen der Mitarbeiter klaut und von Sigourney Weaver so überzeugend dargestellt wurde, dass sie für einen Oskar nominiert wurde.
Unser mögliches Käthchen auf dem Bild sieht auch nur auf den ersten Blick harmlos aus, wie sie da auf meinem Brustkorb ruht. Im nächsten Augenblick geht es ohne Rücksicht auf Kameralinsen los in Richtung Bart … Der Berger des Pyrénées wird eben manchmal unterschätzt.

Monsieur-Dame

Freitag, 26. Juni 2009

kpunkt2_090624So ist das im Hundewesen. Die Herren immer vorneweg. Das geht nach der Geburt schon los. Bei den Wurfmeldungen der Züchter an die Zuchtbuchstellen stehen die Rüden für die Tore der Heimmannschaft. Eine Wurfmeldung mit 1/3 Welpen bedeutet also nicht etwa, dass der 1. FC Köln zu Hause verloren hat; es ist auch nicht zu fürchten, dass nur ein Drittel Welpe geboren wurde oder vielleicht die Geburt des ersten Welpen noch nicht vollständig abgeschlossen ist. Der Wurf besteht in diesem Beispiel aus einem Rüden und drei Hündinnen. Nichts also mit einem höflichen „Meine sehr verehrten Damen und Herren!“ Es geht also eher zu wie in der Pariser Metro, wo es häufig geschieht, dass unmittelbar nach dem Schließen der Türen, jemand aufspringt, sein bemitleidenswertes Schicksal beklagt und den kurzen Abriss seines Lebens mit einem „Monsieur-Dame!“ einleitet bevor er mit dem Hut rumgeht. Unser K Punkt springt weder auf noch hält er große Reden. Aber er ist auch tatsächlich als erster auf die Welt gekommen. Und wenn er auf dem Foto von Mittwoch noch seine weiße Pfote etwas genant zu verbergen suchte, kann man hier sehen, dass er tüchtig in den Mehltopf gelangt hat. Durchaus rassetypisch, denn Bescheidenheit zählt nicht unbedingt zu den Tugenden eines Berger des Pyrénées.

K Punkt

Mittwoch, 24. Juni 2009
K Punkt

K Punkt

Ein Kopernik to run ist also nicht dabei. Wir hätten den Burschen im Wurf aber auch Kummer nennen können. So hieß Familie Berry’s Hund in John Irvings Roman „Hotel New Hampshire“, der 1984 verfilmt wurde. Und da sind wir beim Thema.

Bei der Namensgebung unserer Welpen versuchen wir auf Filmcharaktere zu verweisen. Dies gelingt nicht immer und auch nicht in jedem Wurf durchgängig. Im K-Wurf aber schon. „K Punkt“ heißt der Rüde. Der Punkt ist wichtig, auch wenn man ihn üblicherweise nicht mitsprechen würde.

Farouk als junger Hund

Farouk als junger Hund

Aber in Kafkas Romanfragment „Das Schloss“ sieht und „liest“ man den Punkt mit. Da das Buch mehrfach verfilmt wurde, zuletzt 1997 mit Ulrich Mühe als K., kam dieser Name in die nähere Auswahl und setzte sich gegenüber den Alternativen durch.

K Punkt trägt übrigens das Markenzeichen seines Vaters: echt weiße Pfoten – aber keine Spur vom bösen Wolf.

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K wie Kopernik?

Samstag, 20. Juni 2009

k2_090619Es ist schwierig die fünf kleinen Büllesfelder gemeinsam vollständig aufs Bild zu bekommen. Ist die Mutter dabei, hat man als Fotograf sowieso keine Chance. Dann schaut unter dem Fell der Mutter hier eine kleine Schwanzspitze und dort vielleicht ein Köpfchen hervor. Beim besten Willen wird man nicht einmal erahnen können, dass noch alle da sind. Also versuche ich die kurzen Zeiten von Polies Abwesenheit zu nutzen – auch Mütter müssen mal müssen. Und wenn ich dann anschließend die Bildausbeute in Ruhe betrachte, stelle ich fest, dass ich nicht unbedingt ein begnadeter Fotograf bin. Aber immerhin – hier ist von jedem Welpen zumindest ein Teil zu sein. Da liegen sie also, die Ks. Und sie haben auch schon ihre Namen.
kopernik_torunEinen könnte man vielleicht Kaffee Togo nennen. Aber den gibt es an fast jeder Straßenecke. Wobei ich die Bezeichnung für Schwindel halte, denn soviel wie in den Innenstädten davon in Plastikbecher gefüllt wird, kann in dem relativ kleinen westafrikanischen Land gar nicht angebaut werden. Kaffee scheidet also aus. Könnten wir also die Anregung von Claudia Zenner aufgreifen, die sich auf der Clubschau vor zwei Wochen die Frage stellte, was der Aufdruck auf den T-Shirts, die Renate und ich trugen, bedeuten könnte: Kopernik to run? Nomen est omen: für einen wieselflinken Berger des Pyrénées gar nicht so schlecht.

Mehr als die drei von der Tankstelle

Donnerstag, 18. Juni 2009
Noch neu hier

Noch neu hier

Am 17. Juni gab es Nachwuchs in Büllesfeld. Unsere Zarzuela vom Wunderhorn, gen. Polie bekam ihren dritten Wurf. So gilt es für sie und uns in den nächsten Wochen fünf Berger des Pyrénées auf das Leben vorzubereiten. Und da die souveräne Mutter es nicht schätzt, wenn sie bei der Betreuung gestört oder behindert wird, respektieren wir dies und machen auch für Fotoaufnahmen keine Ausnahme. Daher gibt es hier nur den Blick auf einen Ausschnitt des Wurfes. Denn neben einem Hahn im Korb gibt es noch drei „Käthchen“ und Kira. Die Namensgebung ist also auch schon erfolgt, doch dazu später mehr.